Ski Trips

Keine Regeln, aber viele Hürden

Steil hinauf zur Hausbergkante © Michael Werlberger
Steil hinauf zur Hausbergkante © Michael Werlberger

Zum 10. Mal findet am kommenden Samstag das „Streif Vertical Up“ in Kitzbühel statt. Bei einem der verrücktesten Rennen in den Alpen wollen über 1000 Teilnehmer die legendäre Abfahrtsstrecke bezwingen. Im Laufschritt von unten nach oben und nach Sonnenuntergang. Anmeldungen sind noch möglich. 

Es war im Jahre 2010, als die Freunde Nico Hechenberger, Stefan Kurz-Lindner, Elisabeth Kurz-Lindner, Anna Maria Stromberg-Katschinka, Sebastian Obermoser, Georg Aufschnaiter, Franco Pletzer und Michael Schönacher beisammen gesessen sind und eine ganz banale Idee geschmiedet haben: „Wir haben uns gedacht, wir machen etwas Einfaches und laufen die Streif von unten nach oben“, erinnert sich Rennleiter Wasti Obermoser. Damit traf die Truppe im bewegungssüchtigen Tirol offensichtlich einen Nerv, denn zwei Monate später standen 191 verwegene Wintersportler am Start und rannten schließlich der Welt gefährlichste Abfahrtsstrecke empor. 

Das war die Geburtsstunde vom „Streif Vertical Up“ – kurz VUP – und seit damals ist zwar die Veranstaltung stetig gewachsen, aber die Strecke blieb ebenso dieselbe wie die Grundidee: Keine Regeln bzw. so gut wie keine. Wie man die Streif (ohne motorische Hilfe!) bezwingt, ist jedem selbst überlassen. Man kann sich dem legendären Berg also in Laufschuhen stellen, auf Tourenski, aber auch in Schneeschuhen, schrillen Verkleidungen oder barfuß. Selbst die Streckenwahl bleibt den Teilnehmern vorbehalten: Es geht über die Abfahrtsstrecke oder die etwas gemütlichere Familienstreif.

Der Sieger in der Speedklasse darf sich über 500 Euro freuen © Michael Werlberger
Der Sieger in der Speedklasse darf sich über 500 Euro freuen © Michael Werlberger

Das Ziel beim VUP ist es, die 3,3 Kilometer und 860 Höhenmeter – wie könnte es anders sein – so schnell wie möglich hinter sich zu bringen. Start ist am „Red Bull“ auf der Rasmusleiten, Ziel ist das Starthaus auf dem Hahnenkamm. Dazwischen liegen eher unwegsame und natürlich verschneite und/oder eisige Abschnitte wie die Traverse, der Oberhausberg, der Steilhang sowie die Mausefalle als knackiges Finale mit bis zu 85 Prozent Neigung.

Was 2011 mit 191 Teilnehmern begonnen hat, lockt inzwischen jährlich über 1000 positiv verrückte Bergläufer an. Das Gros der Sportler stammt freilich aus Österreich und seinen Nachbarländern, aber der Herausforderung stellen sich heuer auch Niederländer, Briten, Schweden, Iren, Norweger, Amerikaner und Brasilianer. Spätberufene können sich nach wie vor anmelden. Zumindest so lange es Restplätze gibt (Details hier). 

Auch wenn es kaum Regeln gibt, eine Faustregel besteht seit dem ersten VUP: Der Sieger ist stets ein Läufer (mit Spikes oder Schneeketten). Und auch am 29. Februar wird die Rekordzeit von Christian Hoffman nur jemand gefährden können, der per pedes auf den Hahnenkamm saust: Seine unglaublichen 30 Minuten und 29 Sekunden datieren aus dem Jahr 2016. Zum Vergleich: Matthias Mayer bezwang die Streif heuer in einer Minute und 56 Sekunden – allerdings abwärts und auf Ski. 

Aber auch bei „Vertical Up" kann es flott bergab gehen © Michael Werlberger
Aber auch bei „Vertical Up“ kann es flott bergab gehen © Michael Werlberger
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