Neu Ski Trips

Zwischen Gaudi und Hölle: Skirennen für alle

Nach dem Start geht es beim Weißen Rausch ordentlich bergauf © TVB St. Anton am Arlberg/Josef Mallaun
Nach dem Start geht es beim Weißen Rausch ordentlich bergauf © TVB St. Anton am Arlberg/Josef Mallaun

Mit dem Jahreswechsel gehen meist Vorsätze einher. Mehr Sport zu betreiben ist oft einer davon. Und was würde sich besser eignen, um die Motivation anzukurbeln, als die Teilnahme an einem Skirennen? Auch heuer gibt es wieder viele Publikumsrennen, bei denen die eigene Form unter Beweis gestellt werden kann. 

Die Streif hat eine Gesamtlänge von 3,3 Kilometer und nur die Besten der Welt dürfen sich im Rennen auf ihr messen. Ganze 22 Kilometer lang ist das Weiße-Ring-Rennen in Lech Zürs, fast 26 Kilometer misst die Rennstrecke von „Schlag das Ass“ am Nassfeld. Und das Beste daran: Bei diesen Publikumsrennen darf jeder mitmachen, der sich einen Startplatz sichert. Wir haben euch eine Rennserie für besonders ambitionierte Jedermänner und -frauen zusammengestellt. 

Schlag das Ass 

am 18.- 19. Jänner 2019

25,6 Kilometer und eine Höhendifferenz von 6.400 Metern legen die Teilnehmer vom Schlag das Ass zurück, dem wohl längsten Skirennen der Welt. Die Strecke führt durch das ganze Skigebiet am Kärntner Nassfeld, auch die Liftfahrten werden gewertet. Eröffnet wird das Rennen um genau 8:15 Uhr von „Mr. Millionenshow“ Armin Assinger und seinem Team aus ehemaligen Ski-Stars. Im Anschluss starten alle übrigen 800 Teilnehmer in 20er-Heats in den Lauf. Spätestens um 11 Uhr sollten sich die langsamsten Skifahrer (Snowboarder sind nicht zugelassen) im Ziel eingefunden haben, sonst werden sie nicht gewertet. Gestartet werden darf übrigens nur in normalem Skigewand, Rennanzüge sind nicht erlaubt. Im Anschluss an den Wettbewerb lädt der Veranstalter zur Nudelparty. Preise abstauben können die Schnellsten gleich in mehreren Kategorien: Neben der Einzelwertung gibt es auch die Teamwertung, die Länderwertung und eine Auszeichnung für das Erreichen der Mittelzeit. Eine Anmeldung ist noch möglich.

Um 8.15 Uhr starten die ersten 20 am Nassfeld ins Rennen © nassfeld.at
Um 8.15 Uhr starten die ersten 20 am Nassfeld ins Rennen © nassfeld.at

Audi quattro Ski Cup

1.-3. Februar 2019 in St. Anton, 15.-17. Februar 2019 in Kitzbühel

Der Audi quattro Ski Cup verspricht Weltcupfeeling für jeden. Neun legendäre Skiorte der Alpen – von Kitzbühel, St. Anton, über Cortina zu Davos – besucht der Ski Cup mit seinen Qualifikationsrennen, bei denen jeder an der Start gehen kann, der kein Skilehrer ist oder je FIS-Rennen bestritten hat, hier stehen die Amateure im Vordergrund. Die Sieger der Riesentorläufe haben die Chance, zum heurigen Weltfinale in Megève geladen zu werden, wo jede der vier Teilnehmernationen – Österreich, Italien, Frankreich und die Schweiz – von einem ehemaligen Ski-Profi gecoacht wird. Das Team Austria betreut etwa Streif-Sieger Hans Knauß. Die Finalisten treten nicht nur in Einzelkategorien an, sondern kämpfen auch im Teambewerb um den Nationenpokal. Wie das Qualifikationrennen und das Finale genau ablaufen, könnt ihr hier und hier nachlesen – wir waren im letzten Jahr dabei. 

Nostalgierennen – „Ich und mein Holz“

5. März 2019

Wenn der Brauchtumsverein Plangeross im Pitztal wieder zum alljährlichen Nostalgieskirennen einlädt, muss die Hightech-Ausrüstung zuhause bleiben. Zugelassen sind nämlich ausschließlich alte Holzlatten mit angeschraubten (!) Stahlkanten, die mindestens zwei Meter lang sind. Im passenden Outfit von anno dazumal starten die Nostalgiker kurz vor 21 Uhr in das Skirennen im Hexenkessl-Areal im Pitztal. Im Anschluss gibt es auch einen Skisprungwettbewerb – natürlich ebenfalls in Lederschuhen auf Holzlatten. Der Anmeldezeitrum steht noch nicht fest.

Eine Reise in die Vergangenheit im Pitztal © Tourismusverband Pitztal
Eine Reise in die Vergangenheit im Pitztal © Tourismusverband Pitztal

Gmoa Oim Race

9. März 2019

In die fünfte Runde geht heuer das Gmoa Oim Race auf der Mitterbacher Gemeindealpe in Niederösterreich. Sechs Kilometer lang ist die Strecke vom Gipfel der Gemeindealpe bis zur Talstation, wo das Ziel wartet. Gestartet wird in Dreierteams auf Ski, Snowboards, Telemarker oder Bobs, die auf der freien Strecke die Ideallinie suchen. Es geht nämlich nicht ausschließlich über Pisten: Auch Freeridehänge müssen beim Gmoa Oim Race bezwungen werden. Nach dem Start müssen die Teilnehmer als erste Hürde einen kleinen Lauf im Tiefschnee bewältigen, ehe sie ihre Sportgeräte anschnallen dürfen und sich den Berg hinabstürzen. Bis auf wenige Richtungstore bleibt die Streckenwahl den Teams überlassen. Noch steht der Anmeldezeitraum nicht fest.

Fireball

15.-16. März 2019

Auf den Spuren von James Bond und seinem legendären Erfinder Ian Flemming begeben sich alle, die beim Fireball in Kitzbühel an den Start gehen. Bereits zum neunten Mal findet das einzigartige Pulloverskirennen heuer auf dem Kitzbüheler Horn statt. Bevor sich aber die rund 350 Teilnehmer im Riesentorlauf zwischen Horngipfel und Alpenhaus – eine bemerkenswert lange Strecke – messen, wird das Event tags zuvor mit einem Black-Jack-Turnier im Casino eröffnet. Thema des heurigen Fireball ist übrigens „Moonraker“. Wer im passenden Kostüm durch die Tore sausen will, kann sich schon mal vom gleichnamigen Film inspirieren lassen. Der Anmeldezeitraum steht noch nicht fest.

Am Kitzbüheler Horn stürzen sich die Fireball-Teilnehmer im Pullover ins Rennen © Facebook/Fireball-Kitz
Am Kitzbüheler Horn stürzen sich die Fireball-Teilnehmer im Pullover ins Rennen © Facebook/Fireball-Kitz

Der Weiße Rausch 

21. April 2019

Wenn die meisten Skitouristen am 21. April schon beim Après-Ski sitzen, geht für die 555 Teilnehmer des Weißen Rausch in St. Anton der Skitag erst los. Um 17 Uhr – wenn die Lifte schließen – stehen sie am Massenstart beim Vallugagrat und warten angespannt auf das Signal. Die richtige Position bringt später entscheidende Sekunden. Nach wenigen Metern in der Schusshocke geht es aber schon zum 150 Meter langen Aufstieg, der die erste harte Prüfung der Kondition darstellt. Nicht minder anstrengend ist die anschließende Abfahrt über die unpräparierten Pisten, wo nicht nur die über den Tag gewachsenen Schneehaufen skifahrerisches Können erfordern, sondern auch extra aufgestellte Hindernisse an der Kraft zehren. Elf bis 18 Minuten lang dauert das Rennen durchschnittlich für die Teilnehmer, der Streckenrekord liegt bei beeindruckenden acht Minuten und 14 Sekunden. Eine Anmeldung ist noch möglich. 

Der Weiße Ring

22 Kilometer und 5500 Höhenmeter müssen die 1000 motivierten Wintersportler auf Ski oder dem Snowboard zurücklegen, um sich tapfer – und erschöpft – im Ziel des Weißen Rings wiederzufinden. Die Runde zwischen den Gipfeln von Lech Zürs ist eines der legendärsten Rennen für jeden ambitionierten Pistentiger. Los geht es am Renntag um 9 Uhr in Lech mit der Auffahrt zur Rüfikopf-Bergstation auf 2350 Metern Seehöhe. Dort startet alle 1,40-Minuten eine Gruppe von 20 Rennfahrern auf Ski oder dem Snowboard. Wer sich vor dem Rennen schon etwas aufwärmen und sich eine Startnummer unter den ersten 100 sichern möchte, kann beim Speed Race mitmachen, das zwei Tage vor dem Weißen Ring stattfindet. Hier geht es nicht um die schnellste Zeit, sondern um die höchste Geschwindigkeit. Im Gegensatz zum Weißen Ring ist hier das Tragen eines Rennanzuges erlaubt, um auch noch das letzte Hundertstel herauszuholen. Die Anmeldung für das heurige Rennen ist leider schon abgelaufen, ab September 2019 hat man wieder die Chance auf einen Startplatz für den Weißen Ring im Jänner 2020. 

Nach 22 Kilometern erreichen die Teilnehmer des Weißen Rings das Ziel © Lech Zuers Toursimus/Kirstin Toedtling
Nach 22 Kilometern erreichen die Teilnehmer des Weißen Rings das Ziel © Lech Zuers Toursimus/Kirstin Toedtling