Rund um den Weltcup

WM 2023: Kein Wintermärchen in Saalbach

"Together" zur WM: Courchevel und Meribel © Courchevel Méribel 2023/FFS
"Together" zur WM: Courchevel und Méribel © Courchevel Méribel 2023/FFS

Nichts wird es aus der Wiederholung des Saalbacher Wintermärchens aus dem Jahr 1991. Die Ski-WM 2023 geht in Courchevel/Méribel über die Pisten. Die Salzburger bewerben sich aber optimistisch um die Weltmeisterschaft 2025. 

Geschichte wiederholt sich nicht. Zumindest vorerst. Saalbach-Hinterglemm ist bei der Vergabe der Ski-Weltmeisterschaft 2023 nicht zum Zug gekommen. Das Großereignis sicherte sich Courchevel/Méribel – der einzige Konkurrent. Die Salzburger hofften auf die zweite WM nach 1991. Die Entscheidung fiel am Donnerstagabend am FIS-Kongress im griechischen Costa Navarino.

Mit Courchevel/Méribel setzte sich die leicht favorisierte Bewerbung durch. Die Franzosen waren u. a. deshalb zuversichtlich, weil die letzte Ski-WM in Frankreich schon aus dem Jahr 2009 datiert (Val d’Isère). Österreich hingegen hatte eine Ski-WM erst 2013 ausgerichtet und veranstaltet die Nordische-Ski-WM 2019. Weiters überzeugte die FIS das Motto „Together“ von Courchevel/Méribel wohl mehr als das „One“ von Saalbach-Hinterglemm. In Frankreich finden die Herren-Rennen in Courchevel statt, jene der Damen in Méribel. Es gibt demnach zwei Orte, zwei Berge, zwei Zielstadien und ebenso viele Pressezentren. Saalbach-Hinterglemm versuchte vergeblich damit zu punkten, dass die gesamte WM auf dem Zwölferkogel stattfindet und jedes Rennen im selben Ziel endet. Ein bemerkenswertes Extra der Franzosen ist zudem, dass man den Fans freien Eintritt zu allen Rennen gewährt (zumindest auf den Stehplätzen). Alles, was in Courchevel/Méribel noch fehlt, ist die Abfahrtsstrecke der Herren – die wird erst errichtet.

Die Gründe für Courchevel/Méribel:

„Mit Saalbach-Hinterglemm und Courchevel-Mèribel haben sich zwei völlig ebenbürtige Partner um die Austragung der FIS-Alpinen Ski-WM 2023 beworben. Keine leichte Entscheidung für die Mitglieder des FIS-Vorstandes für welchen der beiden Orte sie sich entscheiden sollen. Mit 9 von 15 Stimmen erhielt Frankreich für 2023 den Zuschlag der WM. Wir gratulieren den Tricolores von Herzen und wünschen ihnen für die Austragung der Weltmeisterschaften alles Gute“, sagte  ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel in einer ersten Reaktion. Und der Tiroler präzisierte die Gründe für den Wahlausgang: „Der Grund dafür lag, wie ich aus den Kommentaren meiner Vorstandsmitglieder entnehmen konnte, daran dass Österreich seit 2013 mit der Alpinen WM in Schladming, der Freestyle-WM in Kreischberg 2015, der Skiflug-WM am Kulm 2016, der Grasski-WM in Kaprun 2017, der Biathlon-WM in Hochfilzen 2017 und der bevorstehenden Nordischen WM in Seefeld 2019, allein fünf  FIS-Weltmeisterschaften zugesprochen bekam. Dass der Bewerbung von Saalbach zahlreiche Sympathien entgegengebracht wurden lässt uns die Bewerbung für 2025 mit entsprechendem Optimismus angehen“, ist Peter Schröcksnadel zuversichtlich.

Saalbach-Hinterglemms Bürgermeister Alois Hasenauer  ist schon frisch motiviert: „Aufgeben kommt für uns nicht in Frage. Wir machen da weiter wo wir gerade stehen und bereiten uns für die Vergabe in Marrakesch 2020 vor. Wir sind sehr optimistisch, dass in den nächsten Jahren eine WM in Österreich stattfinden wird – hoffentlich 2025 in Saalbach Hinterglemm.“ Einen Rückblick auf die legendäre Medaillenjagd in Saalbach-Hinterglemm im Jahre 1991 findet ihr hier.

Übrigens: Die Ski-Weltmeisterschaft 2019 findet im schwedischen Åre statt, jene 2021 in Cortina d’Ampezzo in Italien.

Hier seht ihr das Bewerbungsvideo der Franzosen:

 

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