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Bergbahn Kitzbühel holt neuen Chef von außen

Der Neue: Gabriel Sieghartsleitner (3. von rechts)
Der Neue: Gabriel Sieghartsleitner (3. von rechts)

Mit Gabriel Sieghartsleitner bekommt die Bergbahn Kitzbühel erstmals in ihrer fast 100-jährigen Geschichte einen Chef, der kein Tiroler ist. Der 34-jährige Oberösterreicher tritt die Nachfolge von Anton Bodner an. 

Bei der Bergbahn AG Kitzbühel ist die Nachfolge an der Spitze entschieden: Der 34-jährige Gabriel Sieghartsleitner aus Oberösterreich übernimmt mit Dezember die Funktion des Vorstandssprechers. Er folgt auf Anton Bodner, der nach sechs Jahren als Vorstandsvorsitzender in Pension geht. Mit der Personalentscheidung stellt das Unternehmen zugleich seine Führungsstruktur neu auf. Künftig soll die operative Leitung aus zwei Vorständen und einem Prokuristen bestehen. Gabriel Sieghartsleitner wird die Bereiche Finanzen, Operations, Personal und Strategie verantworten. Gleichzeitig bleibt die interne Struktur in wesentlichen Bereichen unverändert: Christian Wörister bleibt für Marketing, Vertrieb, IT und Internationalisierung zuständig, Florian Wörgetter für die Technik.

Das Interesse am Chefsessel von KitzSki war groß: 41 Bewerbungen gingen ein, 15 Kandidatinnen und Kandidaten wurden vertieft geprüft, sechs schließlich zum Hearing eingeladen. Die Entscheidung fiel am 15. April – laut Headhunter Robert Pfoser einstimmig zugunsten von Gabriel Sieghartsleitner. Seit 2022 fungiert er als COO und Prokurist bei der oberösterreichischen Seilbahnholding. Davor war er zehn Jahre bei den Bundesforsten im Projektmanagement tätig, mit Schwerpunkt auf Tourismus- und Infrastrukturprojekten. Auffällig ist vor allem die Herkunft des neuen Vorstandssprechers: Gabriel Sieghartsleitner ist Oberösterreicher – und damit der erste an der Spitze der Bergbahn Kitzbühel, der in ihrer fast 100-jährigen Geschichte nicht aus Tirol stammt.

Gabriel Sieghartsleitner selbst zeigt großen Respekt vor der Aufgabe – und vor dem, was in Kitzbühel aufgebaut wurde: „Mein Respekt gilt dem, wie die Marke Kitzbühel und KitzSki mit einer enormen Strahlkraft positioniert wurde. Es ist eines der faszinierendsten Skigebiete im Alpenraum – und global. Mein Anspruch ist es, KitzSki sicher in die Zukunft zu führen.“ Den Vergleich mit seinem bisherigen Arbeitgeber scheut er nicht: Die oberösterreichische Seilbahnholding mit über einer Million Gästen jährlich sei zwar ein großer Player – „aber KitzSki ist Champions League“.

Mit dem Jobwechsel kommt auch ein Ortswechsel: Im Oktober 2026 wird Gabriel Sieghartsleitner von Gmunden nach Kitzbühel übersiedeln. Er ist verheiratet, hat einen zweijährigen Sohn – und die Familie erwartet im Juli weiteren Nachwuchs.