Neu Rund um den Weltcup

„Dass alle Rennen stattfinden, ist unwahrscheinlich“

Herren-Cheftrainer Andreas Puelacher © Skiing Penguin
Herren-Cheftrainer Andreas Puelacher © Skiing Penguin

ÖSV-Herren-Cheftrainer Andreas Puelacher geht davon aus, dass sich die Weltcup-Saison auf Europa fokussieren wird und die Rennen in den USA und Kanada nicht stattfinden können. Im August wechseln die Herren zum Trainieren von Tirols Bergen in die Schweiz. 

Herr Puelacher, was ist es, dass diese außergewöhnliche Phase, in der wir uns befinden, für einen Cheftrainer besonders schwer macht?
ANDREAS PUELACHER: Die Vorbereitung läuft unter ganz anderen Voraussetzungen als sonst, weil wir uns penibel an die Vorschriften der Regierung halten. Es ist uns bislang bei unseren Trainings in Sölden und im Kaunertal aber sehr gut gelungen, glaube ich. Es ist halt vor allem der organisatorische Aufwand ein viel größerer als sonst, aber das versuche ich von den Athleten fernzuhalten. Wir schaffen das Umfeld und die Athleten können ganz normal trainieren.

Am Skifahren an sich hat sich wohl nichts geändert?
ANDREAS PUELACHER: Die Trainingseinheiten laufen eigentlich ganz gleich ab wie früher auch. Es wird halt intern trainiert, wir sind also gegenüber Dritten völlig abgeschottet. Im Konditionsbereich müssen wir die Abstände einhalten und Drittpersonen aus den Trainingsräumen heraushalten, aber das funktioniert gut.

Wird das Training der ÖSV-Herren auch in den nächsten Wochen exklusiv in Österreich stattfinden?
ANDREAS PUELACHER: Nein, die neuen Lockerungen in der Schweiz ermöglichen es uns, dass wir auch in Zermatt und Saas-Fee trainieren dürfen. Das werden wir vor allem im August nützen, weil unsere Gletscher zu dieser Zeit noch nicht skibereit sind. Hoffentlich können wir Anfang September auf Österreichs Gletscher zurückkehren.

Felix Neureuther hat am 14. Juni im Bayerischen Rundfunk gesagt, die FIS habe drei Konzepte für die Saison 2020/2021. Konzept 1: Alle Rennen finden wie geplant statt. Konzept 2: Es finden nur 36 statt 44 Rennen statt. Konzept 3: Man fährt nur die Klassiker, dafür starten an Orten wie Wengen und Kitzbühel auch die Damen. Deckt sich das mit Ihren Informationen?
ANDREAS PUELACHER: Ja, das stimmt. Die FIS denkt derzeit drei Szenarien durch. Dass man alle Rennen wie geplant fahren wird, ist aber unwahrscheinlich, weil Kanada und Amerika ein großes Problem sind. Ob in Übersee gestartet werden kann, muss bis Mitte August entschieden werden, und das ist sehr zeitnah. Deshalb glaube ich, dass diese Rennen aus dem Kalender fallen werden.

Was sagt Ihr Gefühl, wie der Weltcup 2020/2021 aussehen wird? 
ANDREAS PUELACHER: So wie es jetzt aussieht, dürfte sich der Rennkalender auf Europa konzentrieren und ein Mix aus kompakten Speed- und Technikwochenenden sein. Ein Wochenende finden an einem Ort drei, vier Speed-Rennen statt, am nächsten Wochenende gibt es drei, vier technische Bewerbe.

Was macht Sie zuversichtlich, dass das Technikteam im Riesentorlauf heuer besser abschneidet als letzte Saison?
ANDREAS PUELACHER: Wir haben letztes Jahr schon gesehen, dass wir ein bissl besser werden. Leider ist es uns nicht gelungen, die Trainingsleistungen auch in den Rennen umzusetzen. Wenn Manuel Feller wieder fit ist und auch Marco Schwarz hoffentlich gesund in die Saison starten, sind wir im Riesentorlauf sicher konkurrenzfähig und stark. Mit Matthias Mayer, Roland Leitinger und Stefan Brennsteiner haben wir weitere sehr gute Leute. Ob es auch fürs Podest reicht, wird man sehen.

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