Neu Rund um den Weltcup

ÖSV-Stars in Hamburgs Skihalle

Ein Blick in Wittenburgs Skihalle © Alpincenter
Ein Blick in Wittenburgs Skihalle © Alpincenter

Manuel Feller, Marco Schwarz, Michael Matt und Co. gewöhnen sich wieder an den Schnee. Und ehe es auf Neuseelands Berge geht, wurde in Deutschlands hohem Norden trainiert – im Alpincenter Hamburg-Wittenburg, einer Skihalle. 

Regelrecht entzückend ist die Adresse unter der Österreichs Slalom-Herren bis Samstag trainieren: Das Alpincenter findet sich standesgemäß in der „Winterwelt 1“. Alles weitere ist allerdings ebenso untypisch wie skurril, denn Manuel Feller, Marco Schwarz, Michael Matt, Marc Digruber und Christian Hirschbühl befinden sich in Wittenburg, einer Kleinstadt in Mecklenburg-Vorpommern, 80 Kilometer östlich von Hamburg. Das Alpincenter in Deutschlands hohem Norden ist folglich kein Berg, sondern eine Skihalle, die 2006 errichtet worden ist. Auch im Hochsommer liegt hier die Temperatur bei erfrischenden ein Grad unter Null und für winterliche Bedingungen sorgen 15 Schneekanonen sowie ein Pistenbully. Die Hauptabfahrt kommt auf eine Länge von immerhin 330 Meter und ist 80 Meter breit. Auf den „Gipfel“ geht es mit einem 4er-Sessellift. Nur das Panorama ist etwas gewöhnungsbedürftig, denn es ist an den Seitenwänden aufgehängt.

Wer sich der Abkühlung wegen nun nach Wittenburg aufmachen möchte, sollte nichts überstürzen, denn die Skihalle ist seit Mitte Juli und noch bis Mitte September den Profis vorbehalten. In dieser Zeit trainieren drei bis sieben Teams pro Woche in Mecklenburg-Vorpommern, darunter eben auch der ÖSV oder Sabrina Simader, die steirische Kenianerin (ein Interview lest ihr hier).

Zur Skihalle gehört auch ein Hotel © Alpincenter
Zur Skihalle gehört auch ein Hotel © Alpincenter

Und so ungewöhnlich ist der Trip nach Wittenburg für Österreichs Slalom-Asse gar nicht: Bis vor ein paar Jahren zählten Tage in Skihallen zum üblichen sommerlichen Vorbereitungsprogramm. Trainiert wird in erster Linie Technik, aber auch die neuerliche Gewöhnung an die kurzen Skier steht im Fokus. Aber was spricht für eine künstliche Halle im Gegensatz zu einem Gletscher in bzw. um Österreich? Markus Aichner vom ÖSV klärt auf: „Man hat dort immer die gleichen Bedingungen, also für einen ersten Slalomblock ideal.“ Mutter Natur setzen sich die Techniker zwischen 13. August und 5. September wieder aus – auf den Pisten Neuseelands. Noch mehr zum ÖSV-Training fern der Heimat lest ihr hier

Das Bergpanorama muss man sich nicht denken - es ist aufgehängt © Alpincenter
Das Bergpanorama muss man sich nicht denken – es ist aufgehängt © Alpincenter