Neu Snow-How

Ein Fetzen ohne Nachwehen

Das "Fetzerl" an seinem Einsatzort © Skiing Penguin
Das "Fetzerl" an seinem Einsatzort © Skiing Penguin

Ein innovatives Duo aus Rauris in Salzburg hat ein Stück Stoff erfunden, das verschwitzte Hosen auf Ski- und Wandertouren verhindern soll. Sein Name: „Fetzerl“. 

So schön ein Gipfelsieg auch sein mag – sei es auf (Touren-) Skiern oder in Bergschuhen – nasse Hosen trüben diesen Moment verlässlich. Sportler mit Hang zur Transpiration wissen, was gemeint ist. In Andreas Winklers Runde hatte sich über die Jahre schon resignierender Zynismus breit gemacht: Beim Aufstieg während einer Skitour haben wir uns gefragt, wer wohl diesmal wieder beim offenen Feuer seinen Hosenbund trocknen wird“, erinnert sich der Salzburger.

Beim Schmähführen auf einer Skitour kam dem Elektrotechniker dann aber auch in den Sinn, dass es unzähligen Sportlern auf der Welt wie ihm und seinen Freunden gehen dürfte, und ortete eine Marktlücke. Die ersten Ideen waren zwar entweder nicht zielführend oder nicht umsetzbar, dann aber sagte ihm seine Partnerin Bettina: Du mit deiner Schwitzerei da hinten. Jetzt nähe ich dir einmal etwas! Es traf sich gut, dass die Mentaltrainerin einst als Raumausstatterin gearbeitet hat und ihr Handwerk mit Nadel und Faden versteht. Allerdings brauchte das Duo einige Anläufe, ehe eine Materialkombination gefunden wurde, die das erhoffte Ergebnis brachte.

Die "Fetzerl"-Erfinder Andreas und Bettina aus Rauris © Skiing Penguin
Die „Fetzerl“-Erfinder Andreas und Bettina aus Rauris © Skiing Penguin

Dann war plötzlich das Fetzerl geboren, ein Mix aus klassischer Baumwolle und Funktionsmaterialien aus dem Hause Schoeller. Das kleine Tuch fungiert als austauschbarer Hosenbund, wie es Andreas Winkler beschreibt: Man legt die eine Hälfte in die Hose und klappt die andere außen drüber. Statt dem Hosenbund nimmt nun das ,Fetzerl‘ den Schweiß auf, der unter dem Rucksack hinunterläuft. Am Ziel wechsel ich das Shirt und ziehe das Fetzerl aus der Hose und bin trocken.

Empfehlen kann es der Rauriser Wanderern und Skitouren-Gehern ebenso wie Trailrunnern, Bergsteigern oder Mountainbikern: Eigentlich bei allen Aktivitäten, bei denen man früher oder später vor lauter Schwitzen sein Shirt wechseln muss und insbesondere, wenn man einen Rucksack trägt.­“ 

Seit Dezember 2015 gibt es das Fetzerl und das österreichische Produkt werde immer beliebter, sagt Andreas Winkler. Noch gehen aber sowohl er als auch seine Partnerin ihren Brotberufen nach. Doch neben Sportfachhändlern in Salzburg und Tirol fand man auch in Amazon einen Partner. Erhältlich ist das Fetzerl (für 34,90 Euro) auch im hauseigenen Webshop. Eine günstige Alternative zur Salzburger Erfindung ist freilich neben einem T-Shirt auch Hose und Unterhose zum Wechseln einzupacken …