Ski Trips

10 Dinge, die ihr über Cortina (vielleicht) nicht gewusst habt

Die Basilica dei Santi Filippo e Giacomo am Corso Italia in Cortina © bandion.it
Die Basilica dei Santi Filippo e Giacomo am Corso Italia in Cortina © bandion.it

Die Alpinen Ski-Weltmeisterschaften finden ab 7. Februar 2021 in Cortina d’Ampezzo statt – wieder einmal. Was den Ort mit Roger Moore, Sylvester Stallone und Toni Sailer verbindet und weshalb Cortinas Eishalle weltbekannt ist, lest ihr in unserem kleinen Special mit weniger bekannten und fast vergessenen Fakten über das Kleinod in den Dolomiten. 

Dauerbrenner: Cortina d’Ampezzo ist mit seinen 5800 Einwohnern zwar ein sehr kleiner Ort, Großereignisse sind in der Gemeinde allerdings Stammgast. Hier fanden nicht nur nur die Olympischen Winterspiele 1956 und die Ski-WM 1932 und 1941 statt, Cortina richtet gemeinsam mit Mailand auch die Olympischen Winterspiele 2026 aus. Hier werden in fünf Jahren die Alpinen Entscheidungen der Damen fallen sowie Biathlon, Bob, Skeleton, Rodeln und Curling ausgetragen. 

Cortinas Sprungschanze Trampolino Italia bei den Spielen 1956 © Archivio Foto Zardini
Cortinas Sprungschanze Trampolino Italia bei den Spielen 1956 © Archivio Foto Zardini

Heimvorteil: Cortinas Nähe zu Österreich wird vielerorts unterschätzt, dabei sind es etwa von Lienz in Osttirol in den Wintersportort nur rund 80 Kilometer.  

Eichhörnchen: Das Maskottchen der Ski-WM 2021 heißt Corty und ist ein rotes Eichhörnchen. Der Nager findet sich auch im Stadtlogo von Cortina. 

Maskottchen Corty mit Kristian Ghedina (links) © Cortina 2021
Maskottchen Corty mit Kristian Ghedina (links) © Cortina 2021

Legende 1: Berühmtester Sohn Cortinas ist Kristian Ghedina. Der heute 51-Jährige gewann zwischen 1989 und 2006 insgesamt zwölf Abfahrten sowie einen Super-G und stand 33 Mal auf dem Podium. Unvergessen ist natürlich auch seine (absichtliche) Grätsche beim Zielsprung auf der Streif 2004.  

Legende 2: Die Olympischen Spiele 1956 in Cortina bleiben stets mit einem Namen verbunden: Toni Sailer. Er holte damals als 20-Jähriger alle drei Goldmedaillen und machte sich damit zur Legende. In der Abfahrt hatte der Blitz aus Kitz drei Sekunden Vorsprung, im Slalom vier und im Riesentorlauf sechs. 

Kult-Kiste: Die Olympischen Spiele haben damals auch Automobilhersteller Ford inspiriert, weshalb er den Ford Cortina auf den Markt brachte. Produziert wurde er von 1962 bis 1982. 

Kult-Arena: Eröffnet wurden die Olympischen Spiele 1956 im Stadio olimpico del ghiaccio, einem Stadion, das bis heute genützt wird. Vor 65 Jahren unterlag dort Österreich u.a. Kanada mit 0:23, heute spielt im Olympiastadion der 16-fache italienische Meister SG Cortina in der AHL u.a. gegen den EC Kitzbühel, die VEU Feldkirch und den EHC Lustenau.

Die Eröffnung der Olympischen Spiele 1956 in Cortinas Eishalle © Archivio Foto Zardini
Die Eröffnung der Olympischen Spiele 1956 in Cortinas Eishalle © Archivio Foto Zardini

007: Auch James Bond hatte sein Gastspiel in Cortinas Eishalle und zwar in Person von Roger Moore in seinem ersten Einsatz als 007 im Jahr 1981. Gedreht wurde „In tödlicher Mission“ darüber hinaus auf Cortinas Skipisten, auf der olympischen Skisprungschanze und in der Bobbahn. 

Sly: Der zweitbekannteste Film, der in Cortina entstand, ist wohl „Cliffhanger“ mit Sylvester Stallone aus dem Jahr 1993. Eigentlich sollten die Kletterszenen nicht in den Dolomiten gedreht werden, sondern in den Rocky Mountains. Allerdings verweigerte die US-Umweltbehörde eine Drehgenehmigung, da man Umweltschäden befürchtete. „Cliffhanger“ fuhr übrigens drei Oscar-Nominierungen ein – u.a. für visuelle Effekte. Gewonnen hat „Jurassic Park“. 

TV-Premiere: Die Olympischen Winterspiele in Cortina 1956 waren übrigens die ersten, die im Fernsehen übertragen wurden.

Cortinas malerisch gelegener Stadtteil Mortisa © bandion.it
Cortinas malerisch gelegener Stadtteil Mortisa © bandion.it